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Naturstandorte


Naturstandorte

Vorwort

Fleischfressende Pflanzen haben auf fast allen Kontinenten, die unterschiedlichsten nährstoffarmen Standorte besiedelt. Dazu zählen Quellsümpfe, Hochmoore, Sandflächen, feuchte Felsen, Bäume und Wasserflächen. Dennoch sind die Pflanzen „normale Pflanzen“ d.h. das sie wie die meisten Pflanzen vom Blattgrün (Fotosynthese) und Nährstoffen aus der Erde leben.

Die Pflanzen wachsen dort wo andere Pflanzen, wegen besonderen Bodenverhältnissen,
nicht wachsen können: Wasser, Fels …usw.
Diese Orte sind meist Lichtungen oder Wasserflächen die von Gestrüpp oder Wald umrandet sind.
Das sind die perfekten Standorte für Fleischfressende Pflanzen, da sie durch die Insekten zusätzliche Nährstoffe aufnehmen.


 


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E U R O P A 



In Europa findet man fast keine intakten Hochmoorgebiete wegen wachsender Bevölkerung und Nutzung dieser Moore zur Torfgewinnung. Man findet sie noch in Skandinavien und im Baltikum. Dies ist der Lebensraum der drei heimischen Sonnentau-Arten.
In einigen Seen ist noch der Wasserschlauch heimisch. Weit verbreitet ist noch Utricularia australis und Utricularia vulgaris, während die anderen vier bekannten Arten schon fast ausgestorben sind. Die oberste Fläche von Mooren ist meist das so genannte Sphagnummoos
Die älteren Triebe dieses Moses verrotten zu Torf und so entsteht das Moor!
Diese saueren nährstoffarmen Moore sind für die Fleischfressenden Pflanzen ideal zum leben, da sie auch nicht von Gestrüpp überwuchert und so verdrängt werden. Fettkrautarten (Pinguicula)sind in den Gebirgen Europas beheimatet. Dort findet man sie an steilen aber dennoch nassen Hängen und Hangquellsümpfen bis in Höhen von 2000 m. Da dort die Sommer zeit kürzer ist blühen die pflanze dort schon anfangs Juli.


 


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U S A 


Im Osten der USA ist die sicherlich bekannteste Fleischfressende Pflanze beheimatet – die Venusfliegenfalle. Durch gewerbliches Absammeln, ist sie in den siebziger Jahren stark dezimiert worden, arme Menschen die in so genannten "Slams" wohnen haben meist keine Arbeit und wissen das sie für diese Pflanzen Geld bekommen. Alle Venus Fliegenfallen die heute auf dem Markt sind, sind künstlich vermährt (steril).
Ebenso ist es mit den Schlauchpflanzen, ihre Stängel sind in den 70ern gesammelt und verkauft worden, dadurch sind die Naturstandorte stark vermindert .Wir bereisten im Sommer 2005 verschiedene Standorte in den USA und fanden:
Venus, Schlauchpflanzen, Sonnentau und Fettkraut Arten.
Sarracenia ist auf eine offene Vegetation und damit auf regelmäßige Brände angewiesen. Die dicken Wurzelstöcke überstehen dies sehr gut und treiben vor allem im Frühjahr und Herbst mit einem Schub neuer Schläuche wieder aus.


 


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V E N E Z U E L A 



Fleischfressende Pflanzen konnten sich die unterschiedlichen Klimazonen der Erde im Bezug auf ihre Standorte zu nutze machen. Man trifft ihre Gattungen auf fast jedem Kontinent der Erde. Venezuelas Pflanzenwelt ist äußerst artenreich und in Bezug auf die Tafelberge bei weitem noch nicht erforscht; einige Tepuis wurden noch nie von Menschen betreten, weshalb wir nur einige prominente Beispiele aufführen wollen, wie z.B. Fleischfressende Pflanzen. Hier befindet sich die Heimat der seltenen Heliamphora. Durch die klimatische Isolation der einzelnen Berge, beherbergt fast jeder Tepuis seine eigene Art.

In der Gran Sabanna, Befindet sich das größten Vorkommen verschiedener Utricularia-Arten, die hier auf reinem nassem Sand vorkommen.


 


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M E X I C O 


In Mexiko ist das Fettkraut(Pinguicula) beheimatet, dieses hat auch hier sein Hauptverbreitungsgebiet. Zu dem dies auch meist in höhnen von 1800 Metern.
Da sich dort oben kein Wasser lange hält, da es meist abläuft, ist die Art
starken Wasserschwankungen ausgesetzt. Diese meistert sie aber durch
den fang der Insekten und die lange Wasserspeicherung. Im Winter ist meist
Kaum Wasser vorhanden, hingegen im Sommer ist Wasserüberfluss.
Die Pflanze kann in diesen stark alpinen Standorten nur, da sie das Wasser
so gut speichern können und durch die Insekten auch in Notsituationen überleben
können.


 


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A U S T R A L I E N 



Die trockenen Gegenden im westen Australiens sind sehr von der großen Hitze geprägt.
Dort sind viele Drosera und Utricularia-Arten beheimatet. Die Pflanzen dort zeichnen sich ganz besonders durch ihre Anpassungsfähigkeit aus. Sie haben viele verschiedene Strategien und Pläne entwickelt um den sehr sehr heißen Sommer der auch noch von starken Buschfeuern begleitet wird zu überstehen. Wie können sie ihn nun aber überstehen?
Die antwort beinhaltet geniales denn z.B. die“ Knollendrosera-Arten“ haben sich eine
Geniale Strategie angeeignet sie überdauern den heißen Sommer einfach unter der erde in Knollen, während über ihnen die Buschfeuer und die Hitze das meiste grüne vergehen lassen.
Wenn die Buschfeuer nun wieder Lebensraum geschaffen haben keimen deren Samen erst.
In anderen Teilen Australiens gibt es noch total andere Überlebens Strategien!
z.B.: die Zwergdrosera-Arten bilden im Winter Brutschuppen aus, mit denen sie wenn die Buschfeuer gewütet haben schnell kahle Flächen besiedeln können. Im Norden Australiens schützen sich einige Drosera-Arten durch einen dichten Pelz aus Haaren vor der sengenden Sonne


 


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S Ü D O S T   A S I E N 



Auf Sumatra und Borneo wo die Landschaft größtenteils noch aus Regenwald-Dschungel besteht
Ist die Heimat der Nephentes (Kannenpflanze), die sich wie z.B.: wie Efeu, an bäumen hoch schlängelt
Und die bäume als wirt nutzen. Dazu kommen sie fast in allen Vegetationszonen vor.
Einige Arten wachsen auch auf Meereshöhe dort kommen sie meist in Sandböden oder Moorgebieten vor, während einige Hochlandarten die hohen Berggipfel in über 3000 Metern Höhe besiedeln. der so genante „ Nebelwald“ in ca. 2000 Metern Höhe ist aber das Hauptverbreitungsgebiet.
Hier sind auf den bäumen Moose die sich im Nebel der die ganze Vegetation bewässert, voll saugen und dann das Wasser an die Kannenpflanze abgeben. Nebelschwaden hängen vor allem nachmittags in dem niedrigen Wald.


 


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A F R I K A 



In der Kapregion Südafrikas feienden Botaniker noch heute neue Insectivorenarten,
es wird in Fachkreisen als „Paradies-Schatz“ bezeichnet, es ist fast selbst verständlich das
dort natürlich auch die Fleischfressenden Pflanzen stark vertreten sind.
So wächst hier der größte Sonnentau der Welt, sowie die stattliche Taupflanze (Roridula), die in Symbiose mit einer Wanzenart lebt. Auch hier haben sich viele Arten der Sommertrockenheit und den Bränden angepasst, indem sie tiefwachsende dicke Speicherwurzeln entwickelt haben.
Das starke Vegetationswachstum ist schuld daran das die anderen Pflanzen wie Büsche usw. zu groß werden und die Fleischfresser überwuchern.


 


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